Warum man eigentlich in einem Billardclub spielen sollte

In diesem Artikel möchte ich euch die Gründe, die Vorteile aber auch die Nachteile näherbringen, die eine Club-Mitgliedschaft in einem Billardverein mit sich bringt.

So erfährt ihr, wie man den ersten Schritt zur Clubmitgliedschaft setzt, nach welchen Kriterien man sich den Billardclub aussuchen sollte und wie man als aktives Mitglied für den Club, aber auch für den Billardsport allgemein, eine Bereicherung sein kann.

Für Billard interessieren sich viele junge Leute. Zuerst wird oft nur in Bars und Kneipen, meist auf Tischen in fürchterlichem Zustand, gespielt.
Findet man Billardspielen nicht doof und entdeckt für sich selbst, dass man ein Bisschen mit den Kugeln umgehen kann, dann ist man Reif für den ersten Schritt.

Der erste Schritt - Billardspielen im Billardcenter


Besuche doch das erste Mal ein richtiges Billardcenter. Dort sind die Billardtische gepflegt, das Queue-Equipment durchschnittlich gut, die Umgebung modern.

Man kann dort anderen beim Billardspielen zusehen und dabei viel lernen, Zeit mit seinen Freunde verbringen, gemütlich einen Trinken gehen und vieles mehr.

Meist stellt sich dann bei mehrmaligem Besuch des Billardcenters heraus, dass die Mitglieder der fröhlichen Billard-Partie unterschiedliche Fortschritte bei den Spiel-Fähigkeiten machen. Das ist der Punkt an dem man, sofern man der ist, der immer gewinnt, für sich selbst feststellen kann, dass man beim Speil mit den Freunden nichts mehr dazulernen kann.

Dies ist auch der Punkt an dem man "schwerere" Gegner braucht um sein Spiel zu verbessern.
Denn nur von den Guten kann man lernen.


Der zweite Schritt - Der Billardclub in der Nähe


Hier hilft nur die Kontaktaufnahme zu einem Billardclub, wenn möglich in der Stadt in der man lebt oder zumindest in der Nähe des Wohnortes. Denn auch wenn die Mitgliedschaft in einen Club nicht bedeuten muss, dass man nahezu täglich spielen muss, sollte doch der Clubbesuch mehrmals pro Woche möglich sein.

Sei es dann das meist einmal wöchentlich angesetzte Club-Training (hier haben wir beobachtet, dass die überwiegende Mehrzahl der Clubs dies am Donnerstag abhält) oder die Turniere (meist Samstags oder Sonntags) und natürlich die Tage der Vorbereitung dazu.

Aber auch an gesellschaftlichen Events, wie Club-Feste (Halloween, Ostern, Weihnachtsfeier, Silvester) sollte das (neue) Clubmitglied nicht fehlen. All dieses ist bei der zurückzulegenden Entfernung von Wohnort und Billardclub zu berücksichtigen, sind es doch somit unter Umständen mehr als 100 Tage in Jahr, an denen man sich im Club aufhält.

Also keine Scheu sich einmal einen Billardclub anzusehen. Fast ausnahmslos bieten die Clubs gratis Probespielen an mehreren Abenden an, und man kann für sich testen, ob man mit den Tischen, der Clubathmosphäre und den Clubmitgliedern zurechtkommt.


Der dritte Schritt - sei ein aktives Mitglied


Aktive Mitglieder erhalten meist einen eigenen Vereinsheimschlüssel, das heißt: Sie sind nicht an Öffnungszeiten gebunden und können die Sportstätte nach eigenen zeitlichen Möglichkeiten zum Trainieren nutzen.

Als Aktivmitglied kann man sich auch zum jeweiligen Pool-Billard-Verband anmelden, und ist so berechtigt, an den Mannschafts- und Einzelwettbewerben des Verbandes teilzunehmen.

Aber auch Mitgliedern die nicht am Liga-Betrieb teilnehmen wollen und quasi nur zum Spaß spielen, genießen oft zusammen mit den aktiven Mitgliedern die Vorteile des Vereins und haben die Möglichkeit, an den Trainingstagen von Vereinsmitgliedern trainiert zu werden, oder aber einfach nur in gemütlicher Runde Billard zu spielen. An Ausflügen und vereinsinternen Veranstaltungen können sie selbstverständlich auch teilnehmen.


Der vierte  Schritt - Begeistere andere für den Billardsport


So wie du wahrscheinlich in deinem Club gut und fördernd aufgenommen wurdest, ist es nach einiger Zeit deiner Clubmitgliedschaft an dir, auch andere in deinem Freundes- und Berufskreis für den Billardsport zu begeistern. Ermutige deine Freunde den ersten Schritt zu machen, einmal im Billardcenter oder bei euch im Club vorbeizuschauen, nimm deine Freunde zu Clubabenden mit und erkläre ihnen die Grundlagen des Billard. Du wirst bald merken, wer das Zeug zum Billardspieler hat und wer nicht.
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Übe mit den Billardanfängern, bringe ihnen erste Tricks bei und korrigiere sie bei offensichtlichen Fehlern.
Jeder war einmal ein Anfänger, auch du, und daher übe dich in Geduld. Oft erkennt man das Potetnial eines Spielers erst nach einiger Zeit, den wie es so schön heißt: (Erst) Übung macht dem Meister.


Vorteile der Clubmitgliedschaft


In einem Billardclub Mitglied zu sein bringt eine Fülle an Vorteilen mit sich.
Einer der größten Vorteile ist mit Sicherheit die in den meisten Clubs unbegrenzte Spielzeit.
Darüberhinaus gibt es oft kostenloses Jugendtraining und kostenloses Clubtraining
Weitere Vorteile können sein, dass man Spielausrüstung günstiger oder gemeinsam besorgen kann.
Und natürlich die Teilnahmemöglichkeit an Turnieren und Mannschaftsmeisterschaften.
Viele Vereinsaktivitäten ergänzen dein Freizeitprogramm, Vereinsfeste, Turniere, Meisterschaften, Juxturniere im Fasching und Nachwuchsprogramme finden sich in fast jedem Billardclub.

Der wesentlichste Vorteil ist aber, so finden zumindest wir, der Anschluß an die Clubgemeinschaft, das gegenseitige Lernen und damit verbundene laufende Verbessern deines Spieles und die vielen Freundschaften, die man im Club unter dem Mitliedern selbst, aber auch zu Mitlgliedern anderer Clubs finden kann.


Nachteile, die eine Clubmitgliedschaft mit sich bringt


Je nach Sichtweise bringt eine Clubmitgliedschaft natürlich auch Verpflichtungen mit sich, selbst wenn man in dem Verein keine Funktion innehält.
Zu allererst ist die Mitgliedschafts-Gebühr zu nennen. Nichts gibts umsonst, auch nicht die Mitgliedschaft im Billardverein. Aber in Relation zu den Spielstunden, kann man nicht billiger spielen.
Siehe dazu auch unseren Artikel "Eigenes Billardzimmer oder Vereinsmitgliedschaft"
So kann man sich auf Dauer sicher nicht verschließen bei verschiedenen Veranstaltungen des Clubs mitzuhelfen, darunter dem Auf- und Abbau bei Veranstatlungen, die Ausschank, Mithilfe bei den Veranstaltungen und Feiern direkt, der Nachwuchsförderung und vielem mehr.
Auch ist das einfache Beenden seiner Clubmitgliedschaft aus zweierlei Gründen oft nicht so einfach möglich. Erstens hat man vielleicht noch die halbe Jahresgebühr offen, die man nicht zurückerhält, oder aber es ist einfach so, dass im Club so feste und viele Freundschaften entstanden sind, dass man sich nicht einfach so davonstehlen kann.

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