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Die 10 häufigsten Fehler beim Billard - und wie du sie vermeidest

Wir alle machen Fehler beim Billardspielen. Das gehört einfach dazu. Aber nicht alle Fehler sind wirklich unvermeidbar.

Hier findest du die 10 häufigsten Fehler die vor allem Billardanfänger gerne machen. Natürlich haben wir auch die Lösung dafür parat, also wie du diese Fehler vielleicht von vornherein vermeiden kannst.

--> auch hilfreich: Billard-Lehrbücher*


1. Falsches Zielen und "fehlendes Auge" für die Kugeln.


Ein Hauptgrund für Stöße die nicht richtig gelingen, ist das falsche Zielen und das sogenannte "fehlende Auge", also die Lage der Kugeln nicht richtig zu betrachten und damit den richtigen Stoß anzusetzen.

Wie du richtig auf die Kugeln zielst, bzw. wie das richtige Zielen überhaupt funktioniert,
kannst du im Artikel "Das richtige Lochen und Zielen" nachlesen. Dort wird auch das Konzept des "Geisterballs" erklärt. Es hilft die dabei den Lauf der Kugel nach dem Kontakt mit der Weißen besser einzuschätzen und den erforderlichen Kontaktpunkt richtig zu finden.


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Auch die ein oder andere Übung kann dir dabei helfen den richtigen Blickwinkel zu erarbeiten und den richtigen Berührungspunkt zu finden.
Übung Nr.17 - der gerade Stoß
Übung Nr.16 - in gerader Linie Lochen

2. Der falsche Stand - die unrichtige Körperhaltung


Diesen Fehler machen nicht nur blutige Anfänger, auch bei Fortgeschrittenen Spielern ist oft eine ungünstige Standposition zu beobachten, die einen kontrollierten Stoß über die gesamte Stoßlänge nicht zulässt. Oft stimmt der Winkel der Stoßhand nicht, das Queue* wird zu weit hinten genommen, sodass am Ende des Stoßes eine Seitwärtsbewegung einsetzt, die den Stoß ungenau werden lässt.

Hierzu gibts Information im Artikel "Stand und Queueführung" und die einfache Übung "Gerades Schwingen mit dem Queue" hilft dir weiter.

--> auch hilfreich: Billard-Lehrbücher*

3. Der zu starke Stoß - zu hohe Geschwindigkeit


Ein weiterer verbreiteter Fehler ist, vor allem bei Anfängern, dass die Stösse viel zu stark ausgeführt werden.

Oft meint man, die Spieler wollen den richten Lauf der Bälle erzwingen, wenn man nur stark genug stoßen würde. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Wird ein Stoß zu stark ausgeführt ist die genaue Stoßführung über den gesamten Queuelauf nicht aufrechtzuerhalten. Die Folge ist, man "verreißt" den Stoß und von genauem Zielen kann dann keine Rede mehr sein. Aufschluss über die richtige Geschwindigkeit findet ihr im Grundlagen-Artikel "Die richtige Geschwindigkeit".

Als Übung dazu empfiehlt sich die "Übung Nr. 23 - Spielgefühl" und die "Übung Nr. 25 - Positionsspiel mit Nachläufer"


4. Das Spiel auf die entfernten Kugeln


Das Einschätzen der Winkel beim Spiel auf die Kugeln ist einer der größten Probleme der Billardanfänger. Außerdem gilt der Grundsatz, dass je länger der Weg des Spielballs zum Objektball ist, desto mehr Abweichung im Kugellauf kann sich ergeben. Das soll salopp heißen, je näher eine Kugel zur Weißen liegt, desto weniger wirkt sich eine kleine Ungenauigkeit im Stoß aus. 


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Deshalb berücksichtigt bei der Auswahl der anzuspielenden Kugel, dass lange Wege und lange Einsteiger ein zusätzliches Risiko darstellen. Wählt daher eher das kurze Spiel.

--> auch hilfreich: Billard als Strategiespiel - Literatur dazu*

5. Die fehlende Routine


Das Spielgefühl entwickelt sich erst durch regelmäßiges Spielen und vor allem durch regelmäßiges Üben.
Wie oft man trainieren sollte, oder wie oft man zum Billardspielen gehen sollte, lässt sich natürlich nicht pauschal sagen, aber einmal im Monat ist sicherlich zu wenig um eine echtes Spielgefühl für Queue* und Kugeln zu erlangen. Mehrmals pro Woche zu spielen ist ein erster Anfang und du wirst merken, dass sich dein Spiel von selbst verbessert, wenn du regelmäßig trainierst. Alle Übungen die sich mehr oder weniger mit dem Spielgefühl beschäftigen findest du unter der Rubrik "Spielgefühl".


6. Den Lauf und die Position der Weißen nicht beachten


Gerade Billardanfänger sind froh überhaupt die Kugeln richtig zu treffen und die ein oder andere zu versenken. Doch gutes Billard braucht viel, viel mehr. Den Lauf der Weißen zu kontrollieren, sie für den nächsten Stoß optimal zu positionieren ist das Gebot der Stunde.
Als "Hintergrundvideo" beim Interview mit dem Österr.Landesligaspieler Richard Punz könnt ihr schön sehen wie immer wieder die Weiße auf "Position" gestellt wird. 
Seht euch das Video an und beachtet dabei, wie immer wieder ein Anschluss auf die nächste Kugel gefunden wird. Vorausplanen ist also eines der wichtigsten Dinge beim Billardspielen, und das Fehlen einer Strategie zum Abräumen der Kugeln einer der häufigsten Anfängerfehler.

--> auch hilfreich: Billard lernen aus Büchern - geht das ?*


7. Mangelnde Konzentration auf das Spiel


Billardspielen hat viel mit richtiger Konzentration zu tun und ist oft reine Kopfsache.
Viel zu leicht lässt man sich von seinem Gegner ablenken, oder ist mehr am Spiel der Billardspieler am Nachbartisch interessiert. Dabei hilft es enorm, sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren, bei der Sache zu bleiben, die Lage der Kugeln zu analysieren, wenn gerader der Gegner am Spiel ist, usw.


8. Ein Spiel zu früh aufzugeben


Verloren ist ein Spiel erst wenn der Gegner gewonnen hat. Das soll heißen, auch in den letzten Spielzügen kann der Gegner noch einen Fehler machen, die Weiße versenken oder die Weiße perfekt zum Anschluss für dich liegen lassen. Ist das Spiel auch für dich nicht gut gelaufen, hast du noch viele Kugeln am Tisch, lass dich nicht unterkriegen. Kommst du doch noch einmal an den Tisch, ist es oft kein Nachteil wenn fast nur noch deine Kugeln am Tisch sind. So kannst du deine Stoße ohne störende gegnerische Kugeln setzen und vielleicht das Spiel noch umdrehen. 
Ein kleiner Tipp am Rande: Mit einem "Safety" hat man schon oft ein Spiel umdrehen können. Siehe dazu die Übung Nr.46 -Safety first


Weitere interessante Artikel bei www.billard-tips / Werbung

9. Unsportliches Verhalten


Billard ist nicht Fußball. Billard hat seine eigenen Gesetze, es ist ein Gentleman-Sport.
Bewahre Ruhe und halte Ruhe. Sieh dazu auch den Artikel "Bitte Ruhe". 
Sprich während des Spieles nicht oder nur das Notwendigste. Konzentriere dich lieber auf deine Spielzüge, fast so wie beim Schach. Und natürlich gilt: Störe den Gegner nicht absichtlich, dieses unsportliche Verhalten ist nicht nur ein Foul, es stört vor allem auch deine eigene Konzentration.


10. Mangelndes Können und Wissen.


Gut Billard zu spielen kann man nicht durch Üben alleine erlernen. Die richtige Technik, die Konzentration und vor allem das Wissen über die technischen Abläufe, wie Bandenverhalten, Effetstöße, Bogenstöße und vieles mehr, lassen dein Billardspiel besser werden. Informiere dich ausführlich über die Stoßarten, das Kugelverhalten und das richtige Positionsspiel.

Die Übungen von www.billard.tips können dabei hilfreich sein, aber auch ein gutes Billardbuch als Abendlektüre hat noch keinem Billardspieler geschadet.
Folgende Billardbücher kommen dazu in Frage:
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