Billard-Übung Nr.46 - Safety first

Oft kommt es zu Situationen, in denen man eigentlich nur mehr verlieren kann. Die eigene Kugel ist schwer zu lochen und die Schwarze liegt perfekt für den Sieg des Gegners bereit. Da hilft nur mehr ein "Safety".

Ein Safety zu spielen bedeutet, dass man die Weiße so ablegt, dass es dem Gegner sehr erschwert wird, oder überhaupt unmöglich gemacht wird, seinen Stoß korrekt auszuführen.

Dies führt dann zu einem Foul des Gegners und man kann die Partie
doch noch für sich entscheiden.
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Im Übungsaufbau von Übung 46 haben wir eine solche Situation aufgebaut. Die eigene färbige Kugel liegt press an der Bande und wir haben die Weiße so liegen, dass wir sie leicht hinter der Orangen verstecken können. Natürlich muß nach dem Kontakt mit dem Spielball, dieser, oder der eigene Objektball an die Bande laufen, damit unser Stoß gültig ist. Dies ist aber schon der Fall wenn es sich um einen "frozen ball" also eine direkt an der Bande anliegende Kugel handelt. Diese Situation ist also immer für ein Safety gut.

Versucht nun gemäß der obigen Übung die Weiße so hinter die Orange zu stellen, dass der Gegner nur den Ausweg über 2 oder 3 Banden hat. Dies verleitet ihn vielleicht zu einem Fehlstoß und ihr habt dann Ball in Hand.

Safetys lassen sich besonders dann gut spielen, wenn man eine Kugel sehr nahe an einer Bande oder direkt press an der Bande liegen hat. Auch wenn noch viele eigene Kugeln auf dem Tisch sind, sind oft auch die Bandenwege dann versperrt.

Ist eine für ein Safety geeignete Kugel nicht "frozen" dann ist natürlich so zu spielen, dass entweder die Weiße oder die eigene Färbige an die Bande laufen. Trotzdem soll aber ein Safety-Bild dabei entstehen.

Scannt also immer bevor ihr drauflosspielt den Tisch nach möglichen Safety-Plätzen ab, um so vielleicht eine Partie durch ein Foul des Gegners noch umzudrehen.

Safetys zu spielen scheint also vordergründig nicht so schwer zu sein, aber bedenkt, es ist oft eure letze Chance und die Endlage der Kugeln muss wirklich "safe" sein. Läuft euch die Weiße nur ein Bisschen zu weit, ist der Weg für den Gegner dann oft trotzdem frei.




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