Billard-Grundlagen: Die Bockhand

Ein weiteres wichtiges Kapitel der Grundlagen des Billard ist die richtige Bockhand.

Aber welche Handhaltung ist beim Billard die Richtige ?


Zur Beantwortung dieser Frage müssen wir uns zuerst einmal anschauen, welche grundlegenden Haltungen der Bockhand es überhaupt gibt.

Man unterscheidet 4 grundsätzliche Möglichkeiten die Hand zur Bockhand zu formen. Abhängig von der Spielsituation und natürlich auch von der persönlichen Vorliebe unterscheiden wir folgende Möglichkeiten.

Sind die Spielbedingungen so, dass man genügend Platz zum Auflegen der Hand hat verwendet man je nach Vorliebe den "offenen" oder den "geschlossenen Bock".
Für den Fall, dass man über andere Kugeln hinweg ansetzen muss, ist der sogenannte "Hohe Bock" die richtige Wahl.
Liegt der Spielball, also die Weiße, sehr nahe
an der Bande ist der "Bandenbock" zu verwenden. Die richtige Handhaltung ist etwas schwer zu beschreiben, orientiert euch einfach an den Bildern. Aber nun zu den "Böcken" im einzelnen:

Die offene Bockhand


So formt man die Hand zum offenen Bock:

1. Man legt die Hand flach auf den Tisch und spreizt die Finger weit.
2. Man zieht die Hand mittig nach oben, sodass die Knöchel des Handrückens nach oben gehen.
Dadurch ziehen sich die Finger wieder leicht zusammen


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3. Nun wird der Daumen an den Zeigefinger gepresst
4. Zuletzt wird das Queue in die V-förmige Mulde zwischen Daumengelenk und Zeigefingerknöchel eingelegt.
Offene Bockhand - Schritt 1
Offene Bockhand - Schritt 2

Offene Bockhand
















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Die geschlossene Bockhand


1. Die Hand wird wieder gespreizt und flach auf den Tisch gelegt.
2. Das Queue wird jetzt über dem Daumen, über dem Mittelfinger und unter dem Zeigefinger durchführt.
3. Achte darauf, dass der Zeigefinger dabei sehr weit hochgezogen wird. Die Zeigefingerkuppe liegt auf dem durchgeschtreckten Mittelfinger auf.
4. Der Daumen stützt das Queue von unten.

Geschlossene Bockhand

















Die hohe Bockhand


Sie wird eingesetzt wenn man über andere Kugeln hinweg spielen muss.
Sie funktioniert ähnlich der offenen Bockhand, jedoch wird mit den Fingern eine "Brücke" hochgezogen.

Die Hohe Bockhand

















Der Bandenbock


1. Man legt die Hand an der Bande auf und hebt den Zeigefinger.
2. Der Daumen wird unter den Zeigefinger geschoben, sodass er eine gerade Linie bildet.
3. Das Queue wird in gerader Linie an den Daumen angelegt und vom Zeigefinger oben bedeckt.
4. Die Fingerkuppe des Zeigefingers liegt jetzt wieder an der Bande auf.

Bockhand an der Bande
















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Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie "Grundlagen des Billardspielens".

Artikel zu folgenden Themen sind bisher erschienen:

1.) Stand und Queueführung
2.) Die richtige Bockhand
3.) Der gerade Stoß
4.) Das Lochen
5.) Die Spieltechniken - Stoppball, Rückläufer, Nachläufer
6.) Das Spiel mit der Bande
7.) Das richtige Verhalten am Billardtisch
8.) Das Spiel mit dem Hilfsqueue
9.) Die richtige Geschwindigkeit
10.) Das Positionsspiel


Die Artikelserie wird laufend erweitert.



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