Billard-Grundlagen: Stand und Queueführung

Nichts kann wohl einen erfahrenen Trainer im Billardsport ersetzen. So stellt sich die Frage:

Ist Billardspielen auch ONLINE zu erlernen ?


Die Antwort ist klar, lernen schon, üben nicht. Hier stellen wir euch die Grundlagen des Billardspieles vor. Den meisten Anfängern macht zuallererst das richtige Halten des Queues* und die Queueführung Probleme.

Es beginnt beim richtigen Stand beim Billardtisch.

Werfen wir anfangs einen Blick auf das obige Bild. Wichtig ist dass das hintere Bein durchgestreckt ist. Bei einem Rechtshänder steht das rechte Bein
hinten und das Linke vorne. Bei Linkshändern ist es natürlich umgekehrt. Das vordere Bein ist leicht angewinkelt um das möglichst tiefe Bücken über das Queue* zu ermöglichen.

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Der Stand:

Das Ziel ist es, nach vorne und hinten, aber auch zur Seite möglichst stabil zu stehen. Dies kann man testen indem ein Kollege versucht euch durch leichtes antippsen seitlich umzustoßen. Ist das noch möglich, stellt man die Beine etwas breiter auf.

Das Bücken:

Nun, wie weit sollte man sich während des Stoßes nach unten bücken ?
Das Kinn mit dem Queue zu berühren, wie man es oft bei den Snooker-Profis sieht, ist gerade nicht notwendig, dennoch ist ein geringer Abstand zum Kinn wünschenswert. So ist das Zielen mit beiden Augen möglich. Brillenträger und sehr große Spieler haben es da nicht so leicht, da sie sich nicht soweit nach untern neigen können.
Viel wichtiger ist aber, dass sich das Kinn senkrecht, genau über dem Queue* befindet, sodass sich eine gerade Ziellinie ergibt.

Das Schwingen:

In der Folge sollten der Schwungarm, also der Oberarm, der Kopf des Spielers und der linke Stützarm eine gerade Linie bilden. So wird auch der Stoß gerade nach vorne geführt.
Der Schwung kommt vom rechten Arm und geht ausschließlich vom Ellenbogengelenk aus. Im Idealfall wird der Oberarm nahezu nicht bewegt.

Wenn die Queuespitze die weiße Kugel berührt, sollte der Unterarm genau senkrecht herunterhängen (siehe Skizze). So ergibt sich automatisch der richtige Abstand zur weißen Kugel.

Das Zielen:

Das Zielen erfolgt mit beiden Augen. Nur so kann man die Tiefe des Balles dreidimensional erfassen. Gerade Anfänger bringen es leicht zustande ein Auge zuzukneifen. Dies bring aber keine Vorteile, das Gegenteil ist der Fall. Das dreidimmensionale Sehen ist hier besonders wichtig, da man nur so die Winkel und Entfernungen richtig abschätzen kann.



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Der Stoss:

Jeder Stoß hat einen Anfang und ein Ende, zieht in einem Zug durch und verlässt dabei seine Richtung nicht.
Auch nach dem Kontakt mit der Weißen behält das Queue* die Richtung fort, so als ob die Weiße gar nicht da gewesen wäre.

Der Ablauf im Detail:

1.) Man stellt sich in einer direkten Linie mit der Weißen auf.
2.) So an den Tisch stellen, wie es im Foto ganz oben zu sehen ist.

3.) Durchschwingen. Einfach locker hin und her, bis man die Richtung mehrmals geprüft hat und sich des Stoßes sicher ist.

4,) So durchstossen, wie man zuvor geschwungen hat. Die Weiße liegt also quasi zufällig im Weg. Dann ausschwingen.

5.) Kurz warten und dann aufstehen. Dies soll bedeuten, dass man kurz den Lauf der weißen Kugel verfolgt, und sich dann erst aufrichtet. Alle Bewegungen beim Billard werden eigentlich mit Bedacht und fast in Zeitlupe ausgeführt. Hektik hat beim Billardspielen einfach keinen Platz. Ebenso wie zu starkes Stossen.

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Artikel aus dieser Artikelserie zu folgenden Themen sind bisher erschienen:

1.) Stand und Queueführung
2.) Die richtige Bockhand
3.) Der gerade Stoß
4.) Das Lochen
5.) Die Spieltechniken - Stoppball, Rückläufer, Nachläufer
6.) Das Spiel mit der Bande
7.) Das richtige Verhalten am Billardtisch
8.) Das Spiel mit dem Hilfsqueue
9.) Die richtige Geschwindigkeit
10.) Das Positionsspiel

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