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Billard-Übung Nr.42 - Mit Energie zum Finale

Hier haben wir eine Übung für Euch, die euch zu einem besseren Verständnis des Nachläufers fuhren soll. Eine Situation wie diese, dass eine Kugel gelocht werden soll, sie aber in der eigentlichen Laufrichtung der Weißen liegt und damit sozusagen aus dem Weg geräumt werden muss, kommt des Öfteren vor.



Ein derartiger Stoß sollte für einen fortgeschrittenen Spieler keine besondere Hürde mehr darstellen.

Und so gehts:
Im Übungsaufbau haben wir eine zu spielende Kugel in fast direkter Linie
zu einer Tasche stehen (in diesem Fall die Mitteltasche). Wir müssen nun, um uns die Weiße korrekt über zwei Banden für den Anschluß-Stoß richten zu können, die Kugel so lochen, dass die Weiße nahezu so weiterläuft, als wenn der Objetball gar nicht da wäre.
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Dazu ist erstens ein Stoß mit mehr Energie notwendig, da bei dem Aufprall auf den Objetball ja Energie verloren wird. Und Zweitens ist eine Richtung vorzugeben, die die Weiße nach dem Kontakt beibehalten soll.
Dies wird mit einem staken Nachläufer erreicht. In der Abbildung der Übung 42 haben wir euch die Position gekennzeichnet, an der ihr die Weiße anspielen müsst, um einen solchen Top-Spin zu erreichen.
Mit gut gekreideter Queuespitze sollte es euch gelingen.

Der häufigste Fehler, der bei solchen Nachläufern gemacht wird ist, dass die Kugel zu stark angespielt wird. Viele sind der Meinung wenn man nur hart genug stoßen würde müsse die Kugel ja den nötigen Drall entwickeln. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Beim fehlerhaften Effetstoss wird das Queue zu lange in Stoßrichtung geführt, und die Kugel quasi vor sich hergeschoben. So wird aber gerade der Drall mehr vernichtet als aufgebaut.

Das Queue muss beim Stoßen eines Top-Spin-Effetballs eigentlich sofort nach Berührung der Kugel nach oben gehen, gerade um mit dem Leder den Drall auszulösen. Ein nur "ganz kurzer Kontakt" (ein Hit) ist also die korrekte Lösung.

Die Ausführung dieser Übung erfordert unter Umständen einige Anpassungen, ihr müsst sie sicher einige Male öfter trainieren, bis sie wirklich sitzt. Ein kleiner Vorteil ist dabei auch, dass die Weiße zum Abschluß mit der Schwarzen ja nicht exakt an der Position stehen muss, die in der Übung dargestellt ist, sondern auch kleine Abweichungen von dieser Position euch das Lochen der Schwarzen schon ermöglichen.

Vielleicht braucht es 30 Stöße bis die Übung perfekt gelingt, aber wir wissen ja, von Nix kommt Nix.


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