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Das Billard-Queue - das (un)bekannte Wesen

Das Billardqueue ist das wichtigste "Werkzeug" des Billardspielers.
Deshalb sollte jeder Billard-Anfänger nach einiger Zeit natürlich sein eigenes Billardqueue haben.

Aus welchen Teilen besteht ein Billard-Queue eigentlich ?


Die meisten Queues sind nicht aus einem Stück Holz hergestellt, sondern bestehen aus zwei Teilen. Dem Oberteil und dem Unterteil, welche mit einem Schraubgewinde zusammengefügt werden.

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Diese Teilung hat zwei Gründe: Erstens ist der Transport in einer Queue-Tasche natürlich viel einfacher und zweites gibt es für den Profispieler bei bestimmten Spielsituationen die Erfordernis das Oberteil zu wechseln.

Nun zum Oberteil:

Das Oberteil gibt den Stoß vom Schwungarm des Spielers am Unterteil an den Spielball weiter. Härteres und weicheres Holz bei der Verarbeitung des Oberteils ergeben besondere Spieleigenschaften im Spiel. Härteres, mehrfach geschichtetes Holz gibt zum Beispiel einen genaueren Stoß wieder, dafür ist es mit einem weicheren Oberteil einfacher, Effet einzusetzen. Das Oberteil besteht aus folgenden Teilen:

Die Pomeranze oder auch Leder genannt

Die Pomeranze gibt es in den Varianten „einschichtig“ und „mehrschichtig“, wobei die mehrlagigen als höherwertig gelten. Das Material der meisten bekannten Pomeranzen ist Schweinsleder. Die Lederspitzen können aufgeschraubt oder aufgeklebt werden. Bei einem Poolqueue hat das Leder normalerweise einen  Durchmesser von 12 bis 13 mm, bei Snookerqueues 9 bis 10 mm und bei Carambolagequeues 11mm. Durch Abrunden und Aufrauen des Leder kann es mehr Kreide aufnehmen und Effet-Stöße werden wirkungsvoller. Siehe hier auch den Artikel: Billardkreide verwenden.


Die Ferrule

Sie besteht meist aus Kunststoff bei Pool-Queues und aus Messing bei Snooker-Queues. Auf der Ferrule wird das Leder geschraubt oder geklebt. Die Ferrule schützt den Rest des Queues vor Rissen und dämpft harte Stöße ab.

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Der Schaft

Der Schaft ist das Hauptteil des Oberteils. Er besteht aus Holz, in der Regel aus bestens abgelagertem Ahornholz. Dieser Teil des Queues wird beim Stoßen durch die Finger des Spielers geführt und muss daher mit bestimmten Pflege- und Reinigungsmitteln regelmäßig von Verschmutzungen durch Schweiß oder Billardkreide und dem Fett der Finger gereinigt werden. Dies geschieht entweder mit einem feuchten Tuch oder mit einem extrem feinen Schleifpapier (Körnung mindestens 1000). Im Handel sind auch spezielle Reinigungstücher auf Alkoholbasis erhältlich.

Der Zierring

Der Zierring ist das untere Ende des Queue-Oberteils und ist am Übergang zwischen sichtbarem Holz und der Verschraubung angebracht.


Nun zum Unterteil:

Am Unterteil greift der Spieler und erzeugt damit den Schwung des Queues. Das komplette Unterteil ist in der Regel mit einem Klarlack lackiert um es vor Verschmutzungen zu schützen.

Verschraubung Metall-Holz. Kann sich abnutzen.

Das Joint

Das Verbindungsstück zwischen Ober- und Unterteil nennt man Joint. Es besteht meist aus Holz, Messing, Kunststoff, Elfenbein oder poliertem Stahl. Das Gewinde verschraubt Ober- und Unterteil, damit die Stoßenergie über die Kontaktflächen der Hälften weitergegeben werden kann.

Die Verbindung ist als Schraubgewinde ausgeführt. Die Schraube wird bei Poolqueues üblicherweise aus Stahl oder Messing gefertigt – das Gewinde kann aus Holz, Kunststoff, Stahl oder Messing bestehen. 
Verschraubung Metall-Metall ist langlebiger.
Die Gewindebuchse ist meist aus Metall ausgeführt und in das Oberteil eingepasst. Bei günstigen Queue-Modellen wird manchmal auf das Einsetzen einer Metall-Gewindebuchse verzichtet. Hier kann es mit der Zeit zu Abnützungen des Holzgewindes kommen. Bevorzugen sie daher Queues mit vollständiger Metallverschraubung.

Der Forearm

Den Bereich zwischen Joint und Griffband bezeichnet man als Forearm.. Hier sind oft Intarsien aus Edelhölzern oder -steinen zu finden. Im Forearm werden das Design, das Gewicht und die Gewichtsverteilung hauptsächlich bestimmt.

Das Griffband

Hier greift die Hand des Spielers. Um Schweiß aufzusaugen und ein gutes Spielgefühl zu geben, wird hier häufig ein gewickelter Faden das sog. Irish Linen verwendet. 
Gewickeltes Griffband
Es gibt aber auch Ausführungen aus Nylon, Leder oder lackierte Griffbänder.

Die Butt Cap

Die Butt-Cap ist das Endstück des Queues und hat die Aufgabe, das Queue nach unten hin zu schützen. Im Inneren ist eine Gewichtsschraube angebracht mit der man die Gewichtsverteilung des Queues verändern kann. Ganz unten ist ein Gummipuffer, der sog. Bumper angebracht. Er schützt das Queue gegen den Fußboden und lässt das Queue weich aufstellen.

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