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Billard-Grundlagen: Das Positionsspiel

In der Zwischenzeit habt ihr sicherlich durch das Studium unserer Artikel zu den Billard-Grundlagen viele der Grundbegriffe und der Spieltechniken erlernt.

Bevor wir uns jetzt zum richtigen Positionsspiel Gedanken machen, könnt ihr die anderern Billard-Grundlagen hier nochmal nachlesen.

Artikel zu folgenden Themen sind bisher erschienen:

1.) Stand und Queueführung
2.) Die richtige Bockhand
3.) Der gerade Stoß
4.) Das Lochen
5.) Die Spieltechniken - Stoppball, Rückläufer, Nachläufer
6.) Das Spiel mit der Bande
7.) Das richtige Verhalten am Billardtisch
8.) Das Spiel mit dem Hilfsqueue
9.) Die richtige Geschwindigkeit
10.) Das Positionsspiel

Was bedeutet "richtiges Positionsspiel" eigentlich ?


Nun, wir alle haben sicherlich schon mal wirklich guten Spielern zugesehen, wie sie nahezu mühelos den ganzen Tisch abräumen. Sie gehen rund um den Tisch
und eine Kugel nach der anderen fällt in die Tasche.
Doch das ist kein Zufall oder gar reines Glück. Vielmehr hat der Spieler immer im Blick einen sogenannten "Anschluss" zu finden.

Das bedeutet, dass er die Weiße so kontrolliert spielt, dass er immer wieder eine gute Lage auf die nächste zu spielende Kugel hat. Dabei wird oft nicht nur ein Stoß im Voraus gedacht, sondern gleich ein Ablauf von 2-3 Stößen im vorhinein geplant.
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Oft beobachtet man Spieler auch wie sie einige Zeit den Tisch betrachten, bevor sie wieder zum Stoß schreiten. Hier wird ähnlich wie beim Schach die Lage am Tisch analysiert und die folgenden Stöße vorausberechnet.

Voraussetzung für ein gutes Positionsspiel ist sicherlich, dass man in der Lage ist, seine Stöße technisch perfekt abzuschließen. Nur das garantiert den Anschluss. Aber auch gutes räumliches Vorstellungsvermögen machen den guten Positionsspieler aus.



Was kann man tun um ein gutes Positionsspiel beim Billard aufzubauen ?


Der erste Schritt ist das Zurechtlegen einer Taktik. 
Was will ich erreichen?
Wie kann ich die Bälle spielen? 
Wie erreiche ich die Endlage der Weißen und kann trotzdem sicher Lochen?


1. Taktik-Waffe - das Verwenden der Bande


Oft kann die Endlage der Weißen, die ja zugleich die Ausgangslage für den nächsten Stoß ist, dadurch erreicht werden, dass man die Weiße von einer Bande zurücklaufen lässt. Das Einbeziehen der Banden ist einer der wichtigsten Taktik-Waffen beim Positionsspiel. Außerdem ist bei der Zuhilfenahme der Banden beim Positionsspiel meist gewährleistet, dass wenn man die Weiße an eine Bande laufen lässt, diese auch sicher am Tisch bleibt, und nicht der zu lochenden Kugel in die Tasche nachläuft. Nachdem man die richtige Geschwindigkeit, bzw. Stoßstärke abgeschätzt hat, locht man die Kugel und lässt sie von der Bande wieder zurück Richtung Tischmitte laufen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kugel wirklich wieder von der Bande wegläuft und nicht press an ihr liegenbleibt. Dies würde das Auflegen der Bockhand erschweren und den nächsten Stoß nicht so sicher ausführen lassen. 10 cm Abstand von der Bande ist wohl hier das Mindestmaß. Noch wichtiger aber ist die Anschlussposition. Siehe dazu obiges Beispiel in Abbildung 1.
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2. Taktik-Waffe - das Verwenden von Effet


Um die Weiße in Position laufen zu lassen, ist oft das Stoßen mit Effet erforderlich
Nachläufer, Stoppball und Rückläufer bilden hier die Basisstöße, aber auch die Kombination von Effet und Bande kann die Weiße in Position bringen - siehe auch die Übung "Die Weiße und die Bande".
Das Nutzen von Effet-Stößen ist zwar die spektakulärere Form des Positionsspiels, (siehe Übung Bogenstöße) aber sie ist auch mit mehr Risiken verbunden, bzw. gelingt nicht jeder Stoß hunderprozentig. Deshalb nutzen viele Spieler nach und nach wieder lieber die Banden-Technik.
Dazu haben wir uns folgende Übung ausgedacht, die die Waffe "Bande" und die Waffe "Effet" kombiniert einsetzt.

Bei dieser Übung wird die Schwarze, die unmittelbar vor der Ecktasche liegt immer wieder mit der Weißen gelocht. Diese beiden Kugeln werden immer wieder an der selben Position aufgebaut. Die Übung besteht nun darin, mit der an die Bande laufenden Weißen die Kugeln die im Vieltelkreis aufgebaut sind zu treffen. Zuerst die Kugel auf Position 1 (in der Abbildung Orange).

Trifft man diese Kugel, wird sie von Tisch genommen und die Weiße und die Schwarze wieder aufgebaut. Dann locht man die Schwarze wieder, und versucht die Kugel auf Position 2 (in der Abblidung also die Rote) zu treffen. Und so fort, bis man alle 5 Kugeln mit der Weißen getroffen hat und die Positionen der Weißen (also 1-5) durchgeübt hat.
Sieht leichter aus als es ist, ihr werdet sehen. 


3. Taktik-Waffe - die perfekte Technik

Das beste Vorhaben nützt nichts, wenn es nicht gelingt, die Weiße wirklich zu kontrollieren.
Das Beherrschen der entsprechenden Spieltechniken und das perfekte Positionieren der Weißen könnt ihr in folgenden Übungen vertiefen.

Die perfekte Technik eines Spielers ist gemeinsam mit dem perfekten Positionsspiel der entscheidende Faktor beim Pool-Billard. Sie sind auch die beiden "versteckten" Waffen des guten Billardspielers, der ihn dann nahezu mühelos den Tisch abräumen lässt.



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