Billard-Grundlagen: Das richtige Verhalten am Billardtisch

Billard ist auf dem Weg zum Volkssport. Vor allem in den Städten sind immer neue Billardsalons zu finden. Oft mit 40 Tischen und mehr werden die Billardsalons zu Orten der Freizeitgestaltung und zu Locations zum Partymachen. Das gastronomische Angebot hat sich stets erweitert, Cocktailbars und Sportsbars sind oft angeschlossen oder integriert.
Dementsprechend bunt ist das Publikum. Erfahrene Spieler aus Vereinen und Clubs spielen Seite an Seite mit Anfängern oder Spielern die einfach mal zum Spaß Billardspielen gehen.



Doch wie verhält man sich eigentlich richtig an einem Billardtisch ?


Abgesehen von der Regelkunde die gewisses Verhalten vorschreibt, haben wir einmal die wichtigsten Verhaltensgrundsätze auch für Laien zusammengeschrieben:


1. Man isst nicht direkt am oder gar über dem Billardtisch.

2. Getränke stellt man auf die Sidebords oder an die Bar, nicht auf den Rand des Billardtisches oder gar auf das Billardtuch.
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3. Selbst wenn das Rauchen im Salon erlaubt ist, hat eine Zigarette in der Nähe des Tisches nichts verloren. Auch das Spielen mit der "Tschik in der Bappn", also die Kippe lässig im Mund haltend, kommt nur im Film vor, hat aber beim modernen Billard gar nichts verloren. Viel zu groß wäre die Gefahr, dass Glut auf das Billardtuch fällt und dieses verschmutzt oder beschädigt.

4. Ein Billardtisch ist kein Abstellplatz für Teller, Gläser und Aschenbecher. Auch die Jacken oder Pullover gehören an die Garderobe und nicht auf den nächsten freien Billardtisch.
5. Man setzt sich nicht auf einen Billardtisch. Man würde die Bande beschädigen oder das Tuch aus der Bandenleiste herausziehen. Ausnahme: Ist ein Ball nur so spielbar, dass man sich auf den Tisch legt, oder seitlich auf den Tisch setzen muss, ist dies natürlich erlaubt, solange ein Fuß auf dem Boden bleibt.

6. Man läuft nicht direkt an einem Tisch vorbei, wenn jemand am Zielen ist. Hier wartet man kurz bis der Stoß vollendet wurde.

7. Man redet nicht mit jemandem, der am Zielen ist und verhält sich auch sonst ruhig. Absichtliches Stören durch Anreden, Husten oder Ähnliches wäre sogar ein Foul.

8. Man geht behutsam mit den Hausqueues um und wirft keine Kugeln oder Queues auf den Tisch oder in eine Ecke. Das Queue in die Ecke zu stellen ist auch der Garant dass es nicht umfällt und dadurch beschädigt wird. Also das Queue immer in eine Ecke stellen, nie an die flache Wand lehnen. Das gleiche gilt für das Brückenqueue.

9. Man hält als Spieler genügend Abstand vom Tisch, an dem gerade der Gegner spielt. Ein Schritt mehr zurück hat noch nie geschadet.
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10. Auch wenn man beim Spiel auf einem anderen Tisch zusieht ist ein Respektsabstand unbedingt einzuhalten. So vermeidet man Diskussionen und ist auch als Zuseher gerne gesehen.

11. Lautes Fluchen, ist der Ärger auch noch so groß, Gröhlen, Herumhüpfen und ähnliche Störaktionen haben als Unsportlichkeit nichts am Tisch zu suchen: siehe Artikel Bitte Ruhe

Wer diese einfachen Grundregln einhält ist in jedem Billardsalon sicherlich Herzlich Willkommen und erspart sich und den anderen Ärger.

So wird jeder Billardabend zu einem Fröhlichen.

Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie "Grundlagen des Billardspielens".

Artikel zu folgenden Themen sind bisher erschienen:

1.) Stand und Queueführung
2.) Die richtige Bockhand
3.) Der gerade Stoß
4.) Das Lochen
5.) Die Spieltechniken - Stoppball, Rückläufer, Nachläufer
6.) Das Spiel mit der Bande
7.) Das richtige Verhalten am Billardtisch
8.) Das Spiel mit dem Hilfsqueue
9.) Die richtige Geschwindigkeit
10.) Das Positionsspiel

Die Artikelserie wird laufend erweitert.

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