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20 häufige Fehler beim Billard spielen - und wie du damit umgehst

Fehler beim Billardspielen gehören einfach dazu. Aber nicht alle Fehler sind wirklich unvermeidbar.

Hier findest du 20 häufige Fehler die vor allem Billardanfänger gerne machen. Natürlich haben wir auch die Lösung dafür parat, also wie du diese Fehler vielleicht von vornherein vermeiden kannst.





1. Das zu starke Stoßen - zu viel Kraft beim Stoß


Ein verbreiteter Fehler ist, vor allem bei Anfängern, dass die Stösse viel zu stark ausgeführt werden.

Oft meint man, die Spieler wollen den richten Lauf der Bälle erzwingen, wenn man nur stark genug stoßen würde. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Wird ein Stoß zu stark ausgeführt ist die genaue Stoßführung über den gesamten Queuelauf nicht aufrechtzuerhalten. Die Folge ist, man "verreißt" den Stoß und von genauem Zielen kann dann keine Rede mehr sein. Aufschluss über die richtige Geschwindigkeit findet ihr im Grundlagen-Artikel "Die richtige Geschwindigkeit".

Als Übung dazu empfiehlt sich die "Übung Nr. 23 - Spielgefühl" und die "Übung Nr. 25 - Positionsspiel mit Nachläufer"
---> Mit dem richtigen Queue kannst du diesen Fehler leichter vermeiden*



2. Das Spiel auf die entfernten Kugeln


Das Einschätzen der Winkel beim Spiel auf die Kugeln ist einer der größten Probleme der Billardanfänger. Außerdem gilt der Grundsatz, dass je länger der Weg des Spielballs zum Objektball ist, desto mehr Abweichung im Kugellauf kann sich ergeben. Das soll salopp heißen, je näher eine Kugel zur Weißen liegt, desto weniger wirkt sich eine kleine Ungenauigkeit im Stoß aus. 

Deshalb berücksichtigt bei der Auswahl der anzuspielenden Kugel, dass lange Wege und lange Einsteiger ein zusätzliches Risiko darstellen. Wählt daher eher das kurze Spiel.


Die Übung dazu: Übung Nr.31 - Stellen vor der Tasche

3. Falsches Zielen und das "fehlendes Auge" für die richtigen Kugeln.


Ein Hauptgrund für Stöße die nicht richtig gelingen, ist das falsche Zielen und das sogenannte "fehlende Auge", also die Lage der Kugeln nicht richtig zu betrachten und damit den richtigen Stoß anzusetzen. Das "fehlende Auge" bezieht sich aber auch auf die Fähigkeit, die richtige Kugel zum Anspielen auszusuchen. Siehe dazu auch: Die Verlockung der weit entfernten Kugeln

Wie du richtig auf die Kugeln zielst, bzw. wie das richtige Zielen überhaupt funktioniert, kannst du im Artikel "Das richtige Lochen und Zielen" nachlesen. Dort wird auch das Konzept des "Geisterballs" erklärt. Es hilft die dabei den Lauf der Kugel nach dem Kontakt mit der Weißen besser einzuschätzen und den erforderlichen Kontaktpunkt richtig zu finden.
Auch die ein oder andere Übung kann dir dabei helfen den richtigen Blickwinkel zu erarbeiten und den richtigen Berührungspunkt zu finden.
Übung Nr.17 - der gerade Stoß
Übung Nr.16 - in gerader Linie Lochen


4. Der falsche Stand - die unrichtige Körperhaltung


Diesen Fehler machen nicht nur blutige Anfänger, auch bei Fortgeschrittenen Spielern ist oft eine ungünstige Standposition zu beobachten, die einen kontrollierten Stoß über die gesamte Stoßlänge nicht zulässt. Oft stimmt der Winkel der Stoßhand nicht, das Queue* wird zu weit hinten genommen, sodass am Ende des Stoßes eine Seitwärtsbewegung einsetzt, die den Stoß ungenau werden lässt.


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Hierzu gibts Information im Artikel "Stand und Queueführung" und die einfache Übung "Gerades Schwingen mit dem Queue" hilft dir weiter.


5. Mangelnde Konzentration auf das Spiel


Billardspielen hat viel mit richtiger Konzentration zu tun und ist oft reine Kopfsache.

Viel zu leicht lässt man sich von seinem Gegner ablenken, oder ist mehr am Spiel der Billardspieler am Nachbartisch interessiert. Dabei hilft es enorm, sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren, bei der Sache zu bleiben, die Lage der Kugeln zu analysieren, wenn gerader der Gegner am Spiel ist, usw.


6. Die fehlende Routine


Das Spielgefühl entwickelt sich erst durch regelmäßiges Spielen und vor allem durch regelmäßiges Üben.
Wie oft man trainieren sollte, oder wie oft man zum Billardspielen gehen sollte, lässt sich natürlich nicht pauschal sagen, aber einmal im Monat ist sicherlich zu wenig um eine echtes Spielgefühl für Queue* und Kugeln zu erlangen. Mehrmals pro Woche zu spielen ist ein erster Anfang und du wirst merken, dass sich dein Spiel von selbst verbessert, wenn du regelmäßig trainierst. Alle Übungen die sich mehr oder weniger mit dem Spielgefühl beschäftigen findest du unter der Rubrik "Spielgefühl".


7. Mangelndes Können und Wissen.


Gut Billard zu spielen kann man nicht durch Üben alleine erlernen. Die richtige Technik, die Konzentration und vor allem das Wissen über die technischen Abläufe, wie Bandenverhalten, Effetstöße, Bogenstöße und vieles mehr, lassen dein Billardspiel besser werden. Informiere dich ausführlich über die Stoßarten, das Kugelverhalten und das richtige Positionsspiel.

Die Übungen von www.billard.tips können dabei hilfreich sein, aber auch ein gutes Billardbuch als Abendlektüre hat noch keinem Billardspieler geschadet.

---> Mit diesem Buch kannst du diesen Fehler schneller vermeiden*


8. Den Lauf und die Position der Weißen nicht beachten


Gerade Billardanfänger sind froh überhaupt die Kugeln richtig zu treffen und die ein oder andere zu versenken. Doch gutes Billard braucht viel, viel mehr. Den Lauf der Weißen zu kontrollieren, sie für den nächsten Stoß optimal zu positionieren ist das Gebot der Stunde.
Als "Hintergrundvideo" beim Interview mit dem Österr.Landesligaspieler Richard Punz könnt ihr schön sehen wie immer wieder die Weiße auf "Position" gestellt wird. 
Seht euch das Video an und beachtet dabei, wie immer wieder ein Anschluss auf die nächste Kugel gefunden wird. Vorausplanen ist also eines der wichtigsten Dinge beim Billardspielen, und das Fehlen einer Strategie zum Abräumen der Kugeln einer der häufigsten Anfängerfehler.



9. Ein Spiel zu früh aufzugeben


Verloren ist ein Spiel erst wenn der Gegner gewonnen hat. Das soll heißen, auch in den letzten Spielzügen kann der Gegner noch einen Fehler machen, die Weiße versenken oder die Weiße perfekt zum Anschluss für dich liegen lassen. Ist das Spiel auch für dich nicht gut gelaufen, hast du noch viele Kugeln am Tisch, lass dich nicht unterkriegen. Kommst du doch noch einmal an den Tisch, ist es oft kein Nachteil wenn fast nur noch deine Kugeln am Tisch sind. So kannst du deine Stoße ohne störende gegnerische Kugeln setzen und vielleicht das Spiel noch umdrehen. 
Ein kleiner Tipp am Rande: Mit einem "Safety" hat man schon oft ein Spiel umdrehen können. Siehe dazu die Übung Nr.46 -Safety first



10. Die fehlende Motivation zu Trainieren


Ein Ziel zu erreichen steht am Beginn jedes Trainingsprozesses. Doch schon bald stellt sich die Ernüchterung ein, und die Kür wird zur lästigen Pflicht. Das "Wollen" lässt nach und viele geben schon nach kurzem auf.
Nur - das muss nicht so sein.
Seine Ziele in Etappen einzuteilen, sich langsam vorzuarbeiten, immer wieder kleine Erfolgserlebnisse haben - das ist das Ziel.
In dem Artikel "Billardtraining - über die Motivation zu Trainieren" habe ich euch ein Muster geschaffen, wie ihr z.B solche Etappen einteilen könnt.

Und ja - jeder kann es das schaffen!  Also glaubt an euch und denkt an das alte Sprichwort. "Aufgeben tut man nur einen Brief".


11. Unsportliches Verhalten


Billard ist nicht Fußball. Billard hat seine eigenen Gesetze, es ist ein Gentleman-Sport.
Bewahre Ruhe und halte Ruhe. Sieh dazu auch den Artikel "Bitte Ruhe". 
Sprich während des Spieles nicht oder nur das Notwendigste. Konzentriere dich lieber auf deine Spielzüge, fast so wie beim Schach. Und natürlich gilt: Störe den Gegner nicht absichtlich, dieses unsportliche Verhalten ist nicht nur ein Foul, es stört vor allem auch deine eigene Konzentration.



12. Ungenügende mentale Fähigkeiten


Jeder der Pool spielt, weiß, dass es "meist mental" ist, wenn etwas schiefläuft. Denn das allgemeine "Fehl-Wissen" über das "starke mentale Spiel" ist ungefähr ​​genau irrig wie die Annahme, dass die Erde flach ist.

Wie der bewusste und unbewusste Verstand zusammenarbeiten ist dem Spieler oftmals nicht klar.


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Hier wollen wir euch ein Buch nahelegen, das den Spielern helfen kann, sich weiterzuentwickeln, Emotionen zu beherrschen und den Rhythmus nicht zu verlieren. --> Über die mentalen Fähigkeiten, die Selbstbeherrschung und die Konzentration im Billardsport



13. Sich selbst nicht im Weg stehen


Sich selbst im Weg stehen ?
Beim Billard ?
Wie soll das gehen ?

Natürlich kann man sich, abgesehen von Haltungsfehlern, kaum selbst physisch im Weg stehen.
Vielmehr meinen wir mit dem Ausdruck "Sich selbst im Weg stehen" die psychologische Seite des Billardsports.

Jeder kennt das, man hat beim Turnier nur mehr eine Kugel zu lochen, steht kurz vor dem Sieg, und dennoch passiert einem ein Spielfehler, den man im freien Training oder beim Spiel mit Freunden nie gemacht hätte.

Warum ist das so?

Oftmals denken wir einfach viel zu viel. Gerade bei Bewegungsabläufen, die uns in Fleisch und Blut übergegangen sind, wie es nunmal die Stossabläufe beim Billardspielen sind, denken wir im Normalfall gar nicht darüber nach, was wir dabei eigentlich genau machen.

Wer regelmäßig übt, seine Hausaufgaben gemacht hat, Stöße automatisch macht, der hat auch keine Veranlassung dazu, plötzlich an seinen Fähigkeiten zu zweifeln. Egal in welcher Spielsituation er sich gerade befindet. Also weder beim Spiel mit Freunden, wenn jemand Besonderer zusieht, oder auch beim wichtigen Spiel im Turnier.

Zwischen Sieg und Niederlage steht man sich also höchstens selbst im Weg - wo wir wieder beim Titel dieses Artikels wären.
Warum man sich beim Billard oft selbst im Weg steht ?

Wir haben zu diesem Thema ein Buch gefunden, dass allerdings vom Bogensport handelt, aber mit Sicherheit auch im Billardsport Gültigkeit hat: "Intuitiv Bogenschießen - Die Kunst, sich nicht selbst im Weg zu stehen"*



14. Sie spielen immer das gleiche Spiel


8-Ball, 9-Ball, 14/1 endlos, Snooker - Alles schon probiert. So geht es vielen Billardspielern. Hier stellen wir euch einige neue Spielvarianten vor, die eigentlich schon etwas in Vergessenheit geraten sind.
--> One Pocket
--> Bank Pool
--> Cutthroat (Pool-Billard)
--> Rotation



15. Sie bleiben nicht am Ball


Viele Billardspieler schätzen ihre Spielstärke viel zu gut ein. Ein Grund dafür mag sein, dass man gegenüber seinen Freunden, mit denen man ab und zu ein Spielchen wagt, immer gewinnt. Sicherlich, das Gewinnen ist schon mal gut, aber wie steht es um die Spielstärke wirklich ?
--> Von nichts kommt nichts - auch beim Billard

Was kann man als erfahrener Spieler tun um Anfängern einen guten Start in den Billardsport zu geben? Wenn man in der Lage ist einem Anfänger zu helfen und die Grundzüge des Billardspieles näherzubringen, sollte man es tun. Denn es sind eigentlich viel zu wenige die sich für Billard interessieren.
Hier sind einige grobe Anleitungen wie man einem Anfänger helfen kann sich zu einem guten Pool-Spieler zu entwickeln. Man plant normalerweise etwa 3 Monate ein bis sich ein akzeptables Spielniveau bei einem Anfänger einstellt. Dies setzt regelmäßiges Training, also mehrmals die Woche, voraus und funktioniert am besten mit einem Trainingspartner der ein deutlich höheres Spielniveau aufweist. --> Kein Meister fällt vom Himmel



16. Sie lassen sich zu schnell entmutigen


Jeder Anfang ist schwer. Doch auch beim Weg zum erfolgreichen Billardspieler gibt es Rückschläge und Niederlagen. Einfach nicht entmutigen lassen, immer wieder von neuem beginnen und vor allem keine Pause einlegen. Denn nach einer Pause ist es immer wieder schwierig den Anschluss zu finden und weiterzumachen.
Motto: Niederfallen - Krone richten - wieder aufstehen.



17. Es fehlt das richtige Zeitmanagement


Setzt ein Billard-Spieler zum Stoß an, gibt es für ihn meist nur noch die farbige Kugel, die er mit der Weißen versenken will. Alles andere und auch alle anderen Kugeln sind in der Regel ausgeblendet.
Dies ist jedoch nur die halbe Miete. Es fehlt die Übersicht, der Blick aufs Gesamt(kugel)bild.

Der Spieler sollte also voll und ganz auf die aktuelle Aufgabe fokussiert sein, nämlich die farbige Kugel so zu versenken und die Weiße so abzulegen, dass er anschließend gut weiter spielen kann.

Die größte Herausforderung beim Billard sind weder die Technik, wie das Sehen von Winkeln und Kugelläufen. Es ist vielmehr die Herausforderung, sich oft stundenlang auf das Spiel und den Gegner konzentrieren zu können.

Deshalb sind Pausen ein so wichtiger Bestandteil eines guten Zeitmanagements, auch beim Billard.

Gerade bei langen Matches gibt es in der Regel Pausen. Profis nutzen diese Pausen ganz bewusst, um sich zu entspannen, die Konzentration neu aufzubauen und sich wieder in eine positive Stimmung zu bringen.

Gibt es keine spiel- und regelbedingten Pausen mehr (wie z.B. in der Schlussphase eines Turniers, lässt sich beobachten, dass die Spieler häufig zur Toilette gehen. Sie verlassen ganz bewusst den Tisch und nehmen sich so eine kleine Auszeit, um sich neu zu orientieren und konzentrieren.

Hier findest du tolle Billard-Zeitmesser.



18. Sie sagen, aus Büchern lernen funktioniert beim Billard nicht


Billardspielen lernen aus Büchern, das klingt doch richtig old-fashion. Und wer will schon als "von Gestern" dastehen. Doch oft werden wir gefragt, wie man denn am Besten Billard-Spielen lernen könne.
Braucht es einen Trainer, braucht es eigene Billard-Trainings-Kurse, kann man es einfach selbst, durch oftmaliges Spielen lernen oder kann man es aus Büchern lernen ?


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Die Antwort auf diese Frage ist relativ einfach. Alles stimmt, alle genannten Lernmethoden bringen dich voran, wenn du mit dem Billardspielen beginnen willst.

 Für das Training können wir dir aber auch noch folgende Billard-Bücher empfehlen.
--> Top-Billard-Bücher



19. Sie beherrschen einfach die Billardregeln nicht im Detail


Regelkunde braucht man nicht. Man weiß eh alles. Und wenn es mal knifflig wird, dann wird eben gestritten. Dabei gibt es beim Billardsport wirklich für (fast) alles eine eindeutige Regel. Deshab beschäftigt euch mal genau mit der Regelkunde. Lest den Volltext der Billardregeln aufmerksam durch. Das mag fad und eintünig sein und euch keine Lust bereiten, dafür könnt ihr aber nächstens mit eurem Wissen glänzen und brillieren.
Wir haben euch hier eine Übersicht über die Billardregeln der gängigsten Spielvarianten des Poolbillard zusammengestellt. --> Übersicht Billard-Regeln




20. Sie sind einfach zu negativ eingestellt


Es beginnt mit der richtigen, aufrechten Körperhaltung, bis hin zum motivierenden Selbstgespräch. Erfolgreiche Billardsportler verfügen über eine von Grund auf positive Einstellung.
Auch diese Aspekte des Billardlebens lassen sich üben.
Unser Tipp: Achte vermehrt auf deine Gedanken. Sie werden sich in deiner Sprache wiederfinden und sie sollten stets positiv sein.


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