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Billard-Grundlagen: Das Spiel mit dem Hilfsqueue - der Brücke

Ein 9-Fuß Billardtisch ist schon mal länger als die Arme des Spielers samt seinem Queue.

Aber wie spiele ich entfernte Kugeln trotzdem sicher ?


Kommt man bei größeren Billardtischen nicht gut an die zu spielende Kugel heran, so ist der Einsatz des sogenannten Hilfsqueues angebracht.

Das Hilfsqueue hat viele Namen. Es wird auch gerne Brücke, Hilfsbock, Großmutter, Oma, Schlampe usw. genannt. Woher diese Bezeichungen kommen weiß man nicht genau, jedenfalls eines gilt:
Ohne Hilfsqueue kommt kein Spieler aus.

Bei den Hilfsqueues unterscheidet man grundsätzlich zwei Varianten. Die normale Brücke und die Hohe Brücke. Die Unterscheidung liegt darin, dass die Hohe Brücke auch dazu verwendet werden kann, über eine im Weg liegende Kugel hinweg anzulegen. Die Hohe Brüche wird auch Spider genannt.
Das Hilfsqueue besteht also aus der eigentlichen Auflage (der Brücke) und einem Hilfsqueue (der Verlängerung). Es gibt Brücken inkl. Verlängerung aber auch Brüken, die man auf andere normale Queues aufstecken kann.

Aber wann verwendet man nun das Hilfsqueue ?


Die Brücke ersetzt im Spiel die eigene Bockhand, die man nicht so weit vorne am Tisch auflegen könnte.
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Die Brücke kann immer dann eingesetzt werden, wenn man einen Ball nicht anders erreichen könnte, also sich ganz auf den Tisch legen müsste, oder über die eigene Hand spielen müsste. Hierbei ist natürlich auch zu berücksichtigen, dass man ja immer mit einem Fuß auf dem Boden bleiben muss. So ergibt sich der Einsatz des Hilfsqueues oft zwangsläufig.

Aber wie spiele ich korrekt mit dem Hilfsqueue ?


Als Rechtshänder nimmt man die Brücke die linke Hand, sodass sie wie eine Verlängerung der eigenen Hand wirkt. Das Queue, mit dem der Stoß ausgeführt wird nimmt man wie immer in die rechte Hand und legt es auf die Brücke auf.
Mit der linken Hand wird das Hilfsqueue jetzt festgehalten. Bei der Rechten (Stoßhand) wird nun der Ellenbogen nach außen gehalten und der Stoß ausgeführt. Die Stoßausführung hat ganz locker, ohne Verkrampfung, fast aus dem Handgelenk zu erfolgen.

Spezialfall Rückläufer:


In gewissen Spielsituationen, wie z.B. einem Rückläufer, muss die Brücke mit der linken Hand so festgehalten werden, dass man sie unmittelbar nach dem Stoß vom Tisch abheben kann. So ist gewährleistet, dass die zurücklaufende Weiße nicht an das Hilfsqueue stößt. Dies wäre natürlich ein Foul.

Das Spiel mit der Brücke muss man üben !


Es ist doch ein gewisser Unterschied ob das Queue auf der eigenen Bockhand aufliegt, oder ob man mit dem Hilfsqueue spielt. Man hat weniger Gefühl für die Stoßrichtung und die Stoßstärke. Deshalb ist es besonders wichtig das Spiel mit der Brücke ausreichend oft zu üben.
Dazu haben wir z.B. folgende Übung:
http://www.billard.tips/2014/12/billard-ubung-nr24-versenken-mit-hilfsqueue.html

Nun noch ein kleiner Trick:


Trick mit aufgestellter Normaler Brücke
In vielen Billardsalons ist oft nur eine "Normale Brücke" zu finden. Hier gibt es einen kleinen Trick, der zur Not helfen kann wenn man über eine andere Kugel hinweg anlegen muss.
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Die normale Brücke wird einfach aufgestellt. Dies ist zwar eine Notlösung, funktioniert aber meist ganz gut.






Brücken gibt es in unterschiedlichsten Ausfürungen. Meist sind sie aus Messing, aber auch Brücken aus Kunststoff sind üblich. Diese sind oft sogenannte Multi-Position-Brücken, die als normale oder als hohe Brücke verwedet werden können.
Hier ein paar Beispiele:
* * *

Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie "Grundlagen des Billardspielens".

Artikel zu folgenden Themen sind bisher erschienen:

1.) Stand und Queueführung
2.) Die richtige Bockhand
3.) Der gerade Stoß
4.) Das Lochen
5.) Die Spieltechniken - Stoppball, Rückläufer, Nachläufer
6.) Das Spiel mit der Bande
7.) Das richtige Verhalten am Billardtisch
8.) Das Spiel mit dem Hilfsqueue
9.) Die richtige Geschwindigkeit
10.) Das Positionsspiel
Die Artikelserie wird laufend erweitert.

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